DSL? Kabel? WiMAX? Wie schnell wird es noch werden?
Die Angebote der Provider beschreiben Maximalgeschwindigkeiten, die nur im Idealfall erreicht werden. Wenn die Leitung bis zur nächsten Vermittlungsstelle zu lang ist und es dadurch zu Problemen kommt, kann der Provider selbst nichts tun. Dann kann der Kunde nur versuchen, einen Nachlass herauszuhandeln oder sich nach Alternativen umsehen. Beispiele dafür sind das Funksystem WiMAX, das allerdings nicht überall verfügbar ist, oder auch UMTS-Anschlüsse, die immerhin eine Datentransferrate von 1,8 bis 14 Mbit/s erreichen.
Wirklich beeindruckend sind die Geschwindigkeiten von Kabelanschlüssen. Während bei DSL bei einer Transferrate von 16 Mbit/s die Obergrenze erreicht ist, geht es dort bei Kabelnetzen erst los: Verbindungen mit 16 bis 30 Mbit/s sind üblich, erreicht werden teils sogar bis zu 100 Mbit/s. Inzwischen seien die Kabelanbieter die Angstgegner jedes DSL-Providers. Die Angebote sind oft günstiger, zudem sind Kabelnetze theoretisch auch weniger störanfällig. Allerdings fehlt den Betreibern an manchen Stellen die Erfahrung mit Internet und Telefonie, so dass es zu Ausfällen kommen kann, die DSL-Provider schneller in den Griff bekommen würden.
Groß im Kommen ist auch VDSL, also der Glasfaseranschluss von der Vermittlungsstelle bis zum grauen Straßenverteilerkasten. Zwar bieten momentan auch die klassischen DSL-Leitungen noch etwas Spielraum nach oben, aber das reicht mittelfristig nicht aus, um die neuesten technischen Errungenschaften wie 3D-Fernsehen darzustellen. VDSL geht mit 25 bis 100 Mbit/s an den Start und ist bislang in 50 Städten verfügbar – Tendenz steigend. Über kurz oder lang wird Glasfaser wahrscheinlich sogar bis in die Wohnungen verlegt. Bei diesen FTTH-Netzen (Fibre-to-the-Home-Netzen) werden die Geschwindigkeiten dann in Gbit/s gemessen.
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